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04.08.14 14:21 Alter: 3 Jahre
Kategorie: Presse Westfalen, Presse NRW

Schützen in Werl-Sönnern müssen zusammenstehen

Zur Haltung des Bundes Historischer Deutscher Schützenbruderschaften, die den Moslem Mithat Gedik in Werl-Sönnern nicht als Schützenkönig anerkennen wollen, erklärt Dagmar Hanses, rechtspolitische Sprecherin und zuständig für Werl und die Region in der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW:


„Mit dieser Intervention hat der Dachverband der Schützen den Vogel abgeschossen – im negativsten Sinn. Der Bund ist offensichtlich ein Verband, der ausgrenzt, während von Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Migrationshintergrund immer wieder Integration einfordert wird. Das passt nicht zusammen. Der Vorschlag der Historischen Schützenbrüder, der neue König könne zum christlichen Glauben konvertieren, ist völlig absurd. Es ist längst überfällig, diese Diskussion zu führen. Wovor haben die historischen Schützenbrüder Angst? Und mit welchem Recht? Tradition darf nicht als Totschlag-Argument missbraucht werden, um Mitmenschen auszugrenzen.

Wenn sich jemand wie Mithat Gedik engagiert, und das sogar im Vorstand des Vereins, sollten alle den Hut ziehen. Es gibt für die Schützen in Sönnern keinen Grund, sich beim Dachverband zu entschuldigen. Jeder Verein sollte das Recht haben, selbst zu entscheiden, wen er aufnimmt. Es wäre aller Ehren wert, wenn die Schützen in Sönnern nach diesem Vorfall zusammenstehen und ihre Satzung ändern.“

Dagmar Hanses ist Vorsitzende des Bezirks Westfalen, dem auch der Kreisverband Soest angehört.